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Elisabeth Stierle Biografie

Kurzfassung Elisabeth Stierle Biographie

Elisabeth „Liesel“ Stierle war eine außerordentlich beliebte Lehrerin, aber sie war noch mehr – eine hoch respektable Persönlichkeit Donaueschingens und eine Institution. Dieses Buch zeichnet ihre Lebensgeschichte nach, verfolgt Spuren ihres Wirkens und beleuchtet ihr Wesen mit all seinen Facetten.

Ausgehend von frühen Prägungen im Elternhaus über ihre Schul- und Studienzeit entwickelte sie neben ihrem großen schulischen Engagement ein vielfältiges Interesse an Musik, Kultur, Kunst, Reisen, Wandern und Natur. So reifte sie zu einer umfassend gebildeten, den Menschen zugewandten Persönlichkeit, die bis ins hohe Alter neuen Entwicklungen gegenüber aufgeschlossen war.

Das Erleben der Nazi-Diktatur und Kriegszeit auf der einen und einer unglücklichen Liebe auf der anderen Seite prägten sie, und dennoch – oder gerade deshalb – fand sie Erfüllung in ihrem Beruf. Sie wandte sich den ihr anvertrauten Kindern liebevoll zu, um deren Talente zu entwickeln und ihnen Bildung sowie wichtige Werte und Lebenssinn zu vermitteln.

Mit der Spende ihres Nachlasses an die Bürgerstiftung Donaueschingen erfüllte sie über den Tod hinaus ihren Herzenswunsch, Kinder und Jugendliche in den Bereichen Bildung, Kunst und Sport nachhaltig zu fördern. Die Bürgerstiftung Donaueschingen ist ihr dafür zu bleibendem Dank verpflichtet; das vorliegende Buch ist auch eine Verneigung vor ihr und ihrem Lebenswerk.

Wer war Liesel Stierle?

Foto: Franz Krickl

Liesel Stierle wurde am 20. November 1920 in Allmendshofen als einziges Kind von Carl und Berta Stierle geboren. Ihre Eltern kamen aus Albstadt-Ebingen bzw. Plochingen und haben im Jahr 1915 geheiratet. Danach zogen sie berufsbedingt nach Donaueschingen. Liesel Stierle wuchs in Donaueschingen auf, ging dort zur Volksschule und besuchte anschließend das Fürstenberg-Gymnasium, das sie 1939 mit dem Abitur abschloss. Nach verkürztem Pflichtjahr in Freiburg und Kriegseinsatz beim Flugwachkommando Donaueschingen studierte sie kriegsbedingt nur von 1940 bis 1941 an der Hochschule für Lehrerausbildung in Karlsruhe. Nach dem ersten Staatsexamen wurde sie als außerplanmäßige Lehrerin in Altkirch/Sundgau im Oberelsass eingesetzt. 1944 musste sie nach dem Rückzug der deutschen Besatzer aus dem Elsass nach Donaueschingen zurückkehren und dort bis zum Ende des Krieges als Laborantin im Rüstungseinsatz arbeiten. Im November 1945 kehrte sie in den Schuldienst zurück, zunächst nach Allmendshofen, ab 1946 an die Volksschule Donaueschingen, wo sie viele Jahre an der Werderstraße (später Heinrich-Feurstein-Schule) und von 1977 bis zu ihrer Pensionierung im Juli 1980 im Gebäude der Erich-Kästner-Schule unterrichtete. Sie starb am 8. März 2010 mit knapp 90 Jahren.